Ich habe gegen selbige eigentlich nichts, solange es nicht zur Gewohnheit oder erwartet wird. Wenn etwas fertig werden muß, dann ist es eigentlich selbstverständlich, das auch fertig zu machen. Auch wenn das heißt mit Cheffe bei einer eigentlich einfachen Netzwerkumstellung zu unterstützen. Da Murphy auch grad nichts anderes zu tun hatten, haben wir bis kurz nach 23 Uhr das Netzwerk wieder überredet, doch zu funktionieren.
Mehr als "Danke für Deine Hilfe, brauchst Montag erst zum Mittag aufschlagen" erwarte ich ja nicht, aber dummerweise hörte der Satz schon mit dem Komma auf.
Auch das ist verschmerzbar...
Wenn ich aber dann 18.30 schief angeschaut werde, weil ich den Rechner dann doch schon eine halbe nach offiziellem Schluß runter fahre, obwohl da noch die ein oder andere Maschine, die danach eingelagert wird, auf ein Softwareupgrade wartet, hört das Verständnis auf.
Was mir dann aber den Beweis lieferte, daß es Paralleluniversen gibt, die mit dem unseren verknotet sind, war als ich von meinem Chef einen halboffiziellen Anranzer bekam, daß ich nicht ständig die Mittagspause um 10 Minuten überziehen kann und früh auch 5 Minuten nach neun heißt, daß man 5 Minuten zu spät ist. Im nachhinein frage ich mich, wieso ich das unkommentiert hingenommen habe ... da zuckt sogar jetzt noch unkontrolliert die Augenbraue, wenn ich länger darüber nachdenke ... WUUUUSSAAAA
Danach habe ich dann versucht Dienst nach "Stechuhr" zu machen, sprich Punkt 9 auf der Matte stehen und 18 Uhr den Stift fallen lassen ... das ging auch nur solange gut, bis der nächste Kunde einen Supportfall hatte und es wieder mal etwas länger dauerte ... naja, vielleicht bin ich mir auch doof vorgekommen, den Trotzkopf raushängen zu lassen (aber auch nur vielleicht).
Nunja, ich weiß daß ich meiner Gleitzeit nachtrauere und ich nicht freiwillig ständig meine Freizeit für die Firma opfern werde.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Mittwoch, 12. Dezember 2007
alte, amtierende und neue Könige
Jaja, schon klar, die Königsnummer als Titel ist langsam abgedroschen, aber mir fiel auf Anhieb nicht brauchbareres ein, um es halbwegs sinnvoll auszudrücken.
Im Moment sind die Ereignisse grade wieder dabei sich zu überschlagen, und das wie immer ohne Vorankündigung und wahrscheinlich auch ohne Netz und doppelten Boden.
Was genau ist passiert?! Ich bekam zwei Anrufe, die miteinander zwar nichts zu tun hatten, aber dennoch auf das Gleiche hinausliefen: "Wir haben da eventuell 'nen nettes (Job-)Angebot für Sie, wie schaut's denn prinzipiell mit dem Interesse aus?"
Zugeben, einer der Anrufe war nicht sooo überraschend: Bei einen Termin, der mich nach München verschlug, und da traf ich einen alten Bekannten aus der Cisco-Academy-Zeit am Münchner Flughafen (wir wohnen beide in Berlin und sind uns hier noch nie zufällig über den Weg gelaufen). Er arbeitet noch immer dort, wo ich Anfang des Jahres gekündigt hatte, wieso weshalb und warum steht irgendwo in einem älteren Posting. Von ihm erfuhr ich, daß scheinbar der Chef meine damalige Misere nicht wirklich mitbekommen hatte und auch nicht bemerkt hat, was da sonst noch so gelaufen ist.
Da nun Bedarf für ein neues Langzeitprojekt besteht und ich da wohl ganz gut passen würde, ist man unerwartet wieder miteinander im Gespräch. Nunja, mal abwarten, was da rauskommt.
Der andere Anruf den ich meinte, kam aus London: Der Consultant meinte, daß man für einen großen ISP jemanden für den Backbone-Support suche. Nach dem "technischen" Abklopfen von mir, wurde dann gefragt, ob es ok sei, meine Daten weiter zu leiten. Ich habe innerlich mit den Schulter gezuckt und gesagt "ja klar". Nunja eine halbe Stunde später klingelte wieder das Telefon und besagter Consultant meinte, der Kunde sei sehr interessiert, würde denn ein Bewerbungsgespräch morgen passen und das man von ca. 20% mehr Geld sprechen würde, als ich jetzt bekäme.
Nachdem ich mich erstmal von meinem Schock erholt und wieder Worte gefunden hatte, kam auch wieder der "Spontan-Coole" durch und sagte mit "klar, kein Problem" zu.
Nachdem er sich den Termin bestätigen ließ, gab es noch ein Briefing, wie ich mich da dann verhalten solle ... "amüsant" trifft das recht gut ;)
Nunja, daß Bewerbungsgespräch verlief dann recht unspäktakulär und endete nach einem kleinem Test. Ich war überrascht, was ich noch alles für Details wußte. Als dann eine Frage nach den verschiedenen LSA-Messages beim OSPF kam, stieß mein Langzeitgedächtnis dann doch an seine Grenzen.
Ich war noch nicht wieder im Auto, da rief mein "Freund" aus London an, um zu erfahren wie es gelaufen ist. Nachdem seine Neugier dann auch gestillt war, meinte er, daß ich bis spätestens Ende der Woche bescheid bekäme, was 2 Tage gewesen wären . Das ist heute ist gut 2 Wochen her und ich habe den "Zwischenfall" mitlerweile unter "Viel Lärm um Nichts" abgelegt.
Ebenso ruhig ist's um die Bemühungen besagter alter Firma vom Anfang geworden.
Der Beitrag ist 2-geteilt entstanden: Angefangen habe ich am 12.12. und beendet habe ich ihn heute am 26.12.
Das obligatorische Fazit: Ich bin doch nicht so käuflich wie ich dachte.
Im Moment sind die Ereignisse grade wieder dabei sich zu überschlagen, und das wie immer ohne Vorankündigung und wahrscheinlich auch ohne Netz und doppelten Boden.
Was genau ist passiert?! Ich bekam zwei Anrufe, die miteinander zwar nichts zu tun hatten, aber dennoch auf das Gleiche hinausliefen: "Wir haben da eventuell 'nen nettes (Job-)Angebot für Sie, wie schaut's denn prinzipiell mit dem Interesse aus?"
Zugeben, einer der Anrufe war nicht sooo überraschend: Bei einen Termin, der mich nach München verschlug, und da traf ich einen alten Bekannten aus der Cisco-Academy-Zeit am Münchner Flughafen (wir wohnen beide in Berlin und sind uns hier noch nie zufällig über den Weg gelaufen). Er arbeitet noch immer dort, wo ich Anfang des Jahres gekündigt hatte, wieso weshalb und warum steht irgendwo in einem älteren Posting. Von ihm erfuhr ich, daß scheinbar der Chef meine damalige Misere nicht wirklich mitbekommen hatte und auch nicht bemerkt hat, was da sonst noch so gelaufen ist.
Da nun Bedarf für ein neues Langzeitprojekt besteht und ich da wohl ganz gut passen würde, ist man unerwartet wieder miteinander im Gespräch. Nunja, mal abwarten, was da rauskommt.
Der andere Anruf den ich meinte, kam aus London: Der Consultant meinte, daß man für einen großen ISP jemanden für den Backbone-Support suche. Nach dem "technischen" Abklopfen von mir, wurde dann gefragt, ob es ok sei, meine Daten weiter zu leiten. Ich habe innerlich mit den Schulter gezuckt und gesagt "ja klar". Nunja eine halbe Stunde später klingelte wieder das Telefon und besagter Consultant meinte, der Kunde sei sehr interessiert, würde denn ein Bewerbungsgespräch morgen passen und das man von ca. 20% mehr Geld sprechen würde, als ich jetzt bekäme.
Nachdem ich mich erstmal von meinem Schock erholt und wieder Worte gefunden hatte, kam auch wieder der "Spontan-Coole" durch und sagte mit "klar, kein Problem" zu.
Nachdem er sich den Termin bestätigen ließ, gab es noch ein Briefing, wie ich mich da dann verhalten solle ... "amüsant" trifft das recht gut ;)
Nunja, daß Bewerbungsgespräch verlief dann recht unspäktakulär und endete nach einem kleinem Test. Ich war überrascht, was ich noch alles für Details wußte. Als dann eine Frage nach den verschiedenen LSA-Messages beim OSPF kam, stieß mein Langzeitgedächtnis dann doch an seine Grenzen.
Ich war noch nicht wieder im Auto, da rief mein "Freund" aus London an, um zu erfahren wie es gelaufen ist. Nachdem seine Neugier dann auch gestillt war, meinte er, daß ich bis spätestens Ende der Woche bescheid bekäme, was 2 Tage gewesen wären . Das ist heute ist gut 2 Wochen her und ich habe den "Zwischenfall" mitlerweile unter "Viel Lärm um Nichts" abgelegt.
Ebenso ruhig ist's um die Bemühungen besagter alter Firma vom Anfang geworden.
Der Beitrag ist 2-geteilt entstanden: Angefangen habe ich am 12.12. und beendet habe ich ihn heute am 26.12.
Das obligatorische Fazit: Ich bin doch nicht so käuflich wie ich dachte.
Montag, 5. November 2007
Boreout Syndrom
Dieses lustige Wort habe ich in einem Spiegel-Artikel gefunden: man ist nicht ausgelastet auf Arbeit und hat deswegen ein schlechtes Gewissen.
Genau das trifft ziemlich genau was mich hier seit 7 Monaten plagt: ich habe nur unzureichende Möglichkeiten mich zu beschäftigen. Nicht umsonst hatte ich, als ich im Bewerbungsgespräch nach Schwächen gefragt wurde, gesagt daß ich klar zugeteilte Aufgaben brauche und schlecht darin bin mir Arbeit zu suchen.
Nunja in diesem Zustand des "mir Arbeit suchen" befinde ich mich seit seit Beginn der Stelle oder zumindest habe ich das Gefühl. Am Anfang war alles neu und ich hatte von der Storagegeschichte nicht den Hauch einer Ahnung, das hat sich mittlerweile geändert, denn ich habe mir ein solides Halbwissen angeeignet. Warum Halbwissen? Ganz einfach: ich habe mittlerweile jede Menge technischer Doku's, Präsentationen und Co durchgearbeitet. Kurzzeitig habe ich detailliertes Wissen der Theorie des jeweiligen Segments, was nach und nach wieder verblasst, weil ich es nirgends anwenden kann. Selbst mein Cisco-Wissen verschwindet so langsam im Nebel und ich kann nichts dagegen tun, außer den Job zu wechseln - aber das kommt (noch) nicht in Frage.
Im Moment habe ich daß Gefühl von vielem ein wenig zu Wissen, aber nirgends auch nur "fortgeschrittenes" Wissen dauerhaft zu haben.
Um ehrlich zu sein, vermisse ich die Zeit in Ulm, als ich im 2nd Level Support gesessen habe und Cisco-Geräte hoch-und-runter konfigurieren konnte. Es war ein (relativ) eng gestecktes Wissensgebiet, ich konnte es täglich anwenden, mein Wissen verfeinern und es erweitern. Es machte mir Spaß immer neue Kniffe und Tricks zu lernen und von den anderen als Ansprechpartner zu gelten, wenn sie selbst nicht weiterkamen, das war eine Art der Bestätigung im Job, die Balsam für die Seele ist.
Daß dies dann abrupt endete war um so schmerzlicher, aber im Nachhinein sogar gut, da ich dann einen Grund hatte, bei der Zeitarbeitsfirma rauszukommen. Wenn ich das jetzt nochmal resümiere, wäre ich wahrscheinlich auch zu den schlechten Vertragskonditionen dort geblieben, nur weil ich in dem Job Erfüllung gefunden habe. So war es quasi kalter Entzug von einem Tag auf den anderen.
Ok, um zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen muß ich gestehen, daß ich momentan nicht wirklich glücklich im Job bin. Und das obwohl die Kollegen alle klasse sind und ich gut mit ihnen auskommen, auch der Arbeitsvertrag bietet keinerlei Anlaß zur Beschwerde. Es ist einzig und allein dem Zustand zu zu schreiben, daß ich mich arg unterfordert fühle und kein spezielles Aufgabengebiet mehr zu haben, sondern von Vielem nur die Oberfläche "mitteltief" anzukratzen und dann sich dem nächsten zuwenden zu müssen. Ich muss das Zeugs was ich lerne auch "anfassen" können, damit herumspielen können und das Gefühl haben, dauerhaft gefordert zu werden.
Versteht das nicht falsch, ich will nicht, daß mein Job in Stress ausartet und ich nicht weiß wo mir der Kopf steht, ich will aber auch nicht lau dahin dümpeln und ein schlechtes Gewissen haben müssen, weil ich nichts zu tun habe (von ABM-maßnahmen wie beispielsweise Präsentationen übersetzen mal abgesehen, aber das zählt nicht).
Ich bin Techie, ich will nicht ein verkappter Pre-Sales-Engineer sein. Ich will irgendwo in meinem Kämmerlein sitzen und Probleme von Kunden selbstständig (!!) lösen oder zumindest dabei helfen und nicht irgendwelche den Salesanforderungen entsprechenden Router, Switche oder sonst was für Kram raussuchen müssen.
Fazit nach 7 Monaten im neuen Job:
Ich vermisse meine Kommandozeile.
Genau das trifft ziemlich genau was mich hier seit 7 Monaten plagt: ich habe nur unzureichende Möglichkeiten mich zu beschäftigen. Nicht umsonst hatte ich, als ich im Bewerbungsgespräch nach Schwächen gefragt wurde, gesagt daß ich klar zugeteilte Aufgaben brauche und schlecht darin bin mir Arbeit zu suchen.
Nunja in diesem Zustand des "mir Arbeit suchen" befinde ich mich seit seit Beginn der Stelle oder zumindest habe ich das Gefühl. Am Anfang war alles neu und ich hatte von der Storagegeschichte nicht den Hauch einer Ahnung, das hat sich mittlerweile geändert, denn ich habe mir ein solides Halbwissen angeeignet. Warum Halbwissen? Ganz einfach: ich habe mittlerweile jede Menge technischer Doku's, Präsentationen und Co durchgearbeitet. Kurzzeitig habe ich detailliertes Wissen der Theorie des jeweiligen Segments, was nach und nach wieder verblasst, weil ich es nirgends anwenden kann. Selbst mein Cisco-Wissen verschwindet so langsam im Nebel und ich kann nichts dagegen tun, außer den Job zu wechseln - aber das kommt (noch) nicht in Frage.
Im Moment habe ich daß Gefühl von vielem ein wenig zu Wissen, aber nirgends auch nur "fortgeschrittenes" Wissen dauerhaft zu haben.
Um ehrlich zu sein, vermisse ich die Zeit in Ulm, als ich im 2nd Level Support gesessen habe und Cisco-Geräte hoch-und-runter konfigurieren konnte. Es war ein (relativ) eng gestecktes Wissensgebiet, ich konnte es täglich anwenden, mein Wissen verfeinern und es erweitern. Es machte mir Spaß immer neue Kniffe und Tricks zu lernen und von den anderen als Ansprechpartner zu gelten, wenn sie selbst nicht weiterkamen, das war eine Art der Bestätigung im Job, die Balsam für die Seele ist.
Daß dies dann abrupt endete war um so schmerzlicher, aber im Nachhinein sogar gut, da ich dann einen Grund hatte, bei der Zeitarbeitsfirma rauszukommen. Wenn ich das jetzt nochmal resümiere, wäre ich wahrscheinlich auch zu den schlechten Vertragskonditionen dort geblieben, nur weil ich in dem Job Erfüllung gefunden habe. So war es quasi kalter Entzug von einem Tag auf den anderen.
Ok, um zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen muß ich gestehen, daß ich momentan nicht wirklich glücklich im Job bin. Und das obwohl die Kollegen alle klasse sind und ich gut mit ihnen auskommen, auch der Arbeitsvertrag bietet keinerlei Anlaß zur Beschwerde. Es ist einzig und allein dem Zustand zu zu schreiben, daß ich mich arg unterfordert fühle und kein spezielles Aufgabengebiet mehr zu haben, sondern von Vielem nur die Oberfläche "mitteltief" anzukratzen und dann sich dem nächsten zuwenden zu müssen. Ich muss das Zeugs was ich lerne auch "anfassen" können, damit herumspielen können und das Gefühl haben, dauerhaft gefordert zu werden.
Versteht das nicht falsch, ich will nicht, daß mein Job in Stress ausartet und ich nicht weiß wo mir der Kopf steht, ich will aber auch nicht lau dahin dümpeln und ein schlechtes Gewissen haben müssen, weil ich nichts zu tun habe (von ABM-maßnahmen wie beispielsweise Präsentationen übersetzen mal abgesehen, aber das zählt nicht).
Ich bin Techie, ich will nicht ein verkappter Pre-Sales-Engineer sein. Ich will irgendwo in meinem Kämmerlein sitzen und Probleme von Kunden selbstständig (!!) lösen oder zumindest dabei helfen und nicht irgendwelche den Salesanforderungen entsprechenden Router, Switche oder sonst was für Kram raussuchen müssen.
Fazit nach 7 Monaten im neuen Job:
Ich vermisse meine Kommandozeile.
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